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ePass - der neue biometrische Reisepass 
5. Vorbehalte gegen den ePass
Enrolen und Authentifizieren erschwert. Des Weiteren haben Admi-
nistrativ tätige Personen seltener störende Merkmale an den Händen
wie Verletzungen oder starke Hornhaut. Auch ältere Menschen erzie-
len zum Teil schlechtere Ergebnisse bei Biometrischen Systemen
(vgl. Kapitel 4.3). Gänzlich unberücksichtigt bleiben bei der BioPII-
Studie körperlich und geistig Behinderte. Diese erzielen signifikant
schlechtere Erkennungsraten und können deutlich häufiger nicht en-
rolt werden [UKPS 2005].
Unabhängig davon
ist zu hinterfragen, inwieweit eine repräsentative
Aussage in Bezug auf die deutsche Bevölkerung überhaupt wün-
schenswert ist. Als wichtiger könnte eine entsprechende Repräsenta-
tion des Teils der deutschen Bevölkerung beurteilt werden, der tat-
sächlich einen Reisepass besitzt bzw. diesen voraussichtlich in Zu-
kunft beantragen und nutzen wird. Da seit der Einführung des Reise-
passes 1988 nur 65 Millionen Exemplare des Reisepasses ausgege-
ben wurden (vgl. Kapitel 2.2), ist es offensichtlich, dass nur ein Teil
der deutschen Bevölkerung einen gültigen Reisepass besitzt. Es
könnte also vermutet werden, dass beispielsweise überwiegend Män-
ner mittleren Alters – Geschäftsreisende – einen Reisepass besitzen
oder junge wohlhabende Menschen, die vermutlich eher verreisen,
als Ältere mit geringem Einkommen. Allerdings sollte die Einfüh-
rung des ePasses auch im Zusammenhang mit der Einführung des
elektronischen Personalausweises (ab 2007) gesehen werden. Dieser
wird für Reisezwecke innerhalb Europas die gleichen Funktionen
wie ein ePass aufweisen und muss von jedem deutschen Bürger ab
dem 16. Lebensjahr mitgeführt werden. Diesbezüglich wäre eine für
die deutsche Bevölkerung repräsentative Studie wünschenswert.
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